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RAIQA
INNSBRUCK

  • Ort:  Adamsgasse 1-7, 6020 Innsbruck

  • Bauherr:  Raiffeisen Landesbank Tirol

  • Architektur:  Pichler & Traupmann Architekten ZT GmbH

  • Leistungsanteil RWT:  Tragwerksplanung, Bauphysik

  • Leistungsanteil RWE:  Technische Gebäudeausrüstung (HKLS-MSR), Baumanagement

  • Fertigstellung:  2025/2026

 

Das Viertel vom Südtiroler Platz bis zum Bozner Platz ist ein neuralgisches – und das RAIQA soll als pulsierendes „Raiffeisen-Quartier“ hier am Eingang zur Stadt neu entstehen.

Die Raiffeisenlandesbank Tirol will sich völlig neu erfinden und als Gastgeberin fungieren: für Dienstleistungen, für Kunst, Kultur, Genuss und zur Übernachtung ins Hotel.

Die zentrale Idee ist es, den Gebäudekomplex der Raiffeisen-Landesbank Tirol in seiner derzeitigen Ausprägung abzutragen, jedoch den Kern des Gebäudes, die wunderschöne, weit gespannte Stahlbeton-Skelettstruktur des Hochhauses, herauszuschälen, von ihren Lasten im wahrsten Sinn des Wortes zu befreien und als frei bespielbare Raumstruktur zum Atrium und zur Halle des neuen hybriden Gebäudekomplexes („DAS RAIQA“) zu machen.

Die Zimmertrakte des Hotels starten an der Adamgasse auf der vierten Ebene und sind bis in das neunte Obergeschoß fortgeführt. Sie setzen sich genau aus jenen Zimmermodulen zusammen, die als Nutzungseinheiten dem Raster des ehemaligen Bürohochhauses entsprechen: Sie sind jedoch nun gleichsam aus der Struktur nach außen geschoben – und belasten die alte Tragstruktur nur mehr zur Hälfte. Sie kann daher ohne weit führende Ertüchtigung bestehen bleiben und ihre archaische Kraft voll ausspielen. Lediglich die Erschließungskorridore des Hotels ragen in den Raum der Struktur, die nunmehr zur Hotelhalle geworden ist. Die zur Halle hin offenen Korridore werden zentral von in den Raum geschobenen, dreiecksförmigen Plattformen, die von den Aufzügen angefahren werden, erschlossen. Die Hotelflügel ragen jedoch Richtung Norden weit über die Halle hinaus und rahmen einen weiteren Hof mit Terrasse am Dach des Veranstaltungsbereichs, der intensiv begrünt und vom Fitnessbereich aus zugänglich ist.

Das Restaurant und die Skybar sind als schwebende Plattform im obersten Geschoß, am oberen Rand der Stahlbeton-Skelettstruktur, situiert und bieten rundum einen spektakulären 360-Grad-Ausblick ins Ober- und Unterinntal, auf die Nordkette und Richtung Serles. Diese Plattform wird von der Hotelhalle aus mittig erschlossen und von der Küche auf gleicher Ebene zentral bedient. Der gesamte Bereich wird als Holz-Flachdecke ausgeführt, wobei Brettsperrholzelemente mit Plattendicken bis zu 52cm zum Einsatz kommen. Zusätzlich ist die Holzdecke punktgestützt und bietet somit Freiräume in jede Richtung.

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