CAMPUS
MILAK
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Ort: Burgplatz 1, 2700 Wiener Neustadt
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Auftraggeber: Direktion 7 Infrastruktur (Dion7); Abt. Bau- und Gebäudetechnik, Roßauer Lände 1, 1090 Wien
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Architektur: Hertl Architekten ZT GmbH, Pachergasse 17, 4400 Steyr
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Leistungsanteil RWE: ÖBA-Bau, ÖBA-TGA & BauKG
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Fertigstellung: April 2025
Unterkunftsgebäude
Das Unterkunftsgebäude liegt in der Platanenallee am Burgplatz der Militärakademie Wiener Neustadt.
Es vervollständigt die symmetrische Struktur der Daunkaserne und fasst den großen Freibereich zu einem Hof, der in seiner Qualität und Bespielbarkeit gestärkt wird. Der neue Trakt nimmt die Breite des Bestandsgebäudes auf, ist jedoch leicht von den denkmalgeschützten Fassaden abgerückt und auch vom Boden abgehoben. So läuft trotz der räumlichen Einfassung der Park unter dem dreigeschossigen Haus hindurch und bietet gedeckte Freiräume an.
Die Allgemeinfunktionen und der Haupteingang erscheinen als transparenter Körper unter das Volumen geschoben. Das Gebäude ist als hölzernes Baumhaus gedacht. Die Fenster liegen hinter Baumkronen und stärken den Bezug zum Naturraum, natürliche Beschattung unterstützt ein nachhaltiges Temperaturverhalten ohne aufwändige Technik. Auf einem ‚Betontisch‘, dessen Stützen V-förmig zusammengeführt sind, um das Wurzelwerk der alten Bäume zu schützen, sind die Zimmer der Unterkunft in einer zum großen Teil vorgefertigten Holzmodulbauweise auf die 3 Obergeschosse aufgesetzt und gem. statischer Vorhaben bzgl. Erdbeben miteinander verbunden.
Ein effizienter Gang zwischen den Unterkunftszimmern erhält Aufenthaltsqualität, indem der Weg zwischen schlanken, durchgesteckten Lichthöfen mäandriert. An der Fassade bleibt die Struktur aus Raumelementen, komplettiert mit einer Holzfassade sichtbar. Raumhohe Fenster mit Schiebeläden liegen in vorgehängten Holzrahmen zzgl. mit Sonnenschutz eingebettet, welche den konstruktiven Raster zeigen und auf elegante Weise die Bewegungsfugen in dem Quader beachtlicher Länge verstecken.
Wirtschaftsgebäude
Das Wirtschaftsgebäude ist als leicht über dem Gelände schwebender Pavillon mit großen Flächen mit Pfosten-Riegel Fassade gedacht. Es wirkt als eine Art Schutzdach mit schlichter Eleganz. Zwischen den beiden Platten liegen Speisesaal und dahinter Ausgabe und Küchenfunktionen. Auch hier bringen eingeschnittene Patios Tageslicht in die Tiefe des Raumes und gliedern die große Fläche mit Pflanzen. Eine umlaufende Veranda bietet die Qualität, geschützt im Freien zu speisen, im östlichen Bereich wird sie zur Tribüne mit Blick auf den Reitplatz.
In einer Mulde unter Gelände sind die Werkstätten und Magazine positioniert. Die leicht abfallende Umfahrt führt auf die Ebene des Souterrains und belichtet dadurch ganz nebenbei die straßenabgewandten Räume. An- und Ablieferung erfolgen geschützt unter dem auskragenden Verandaboden.
Die Anmutung des Gebäudes leitet sich von warmen dunklen Felsen ab. Die Deckenplatten sind schwarz lasiert, das erzeugt eine einheitliche Atmosphäre der Geborgenheit trotz unterschiedlicher Materialien, die für den jeweiligen Zweck optimiert sind: Stützen und untere Deckenplatte aus Stahlbeton, das Dachtragwerk als Holzleimbinderkonstruktion, die Fassadentafeln aus Faserbeton und die Böden aus schwarzem Terrazzo. Einzelne Elemente wie die Möbel und die Raumnische der Speiseausgabe bringen mit Eichenholzoberflächen eine angenehme Haptik mit sich. Statisch gesehen ist das Untergeschoss ein Stahlbetonbau.
Im Obergeschoss gibt es einen Raster aus Stb.-stützen auf welche sich die gesamte tragende Dachkonstruktion in Holz auflagert.





