Zubau Volksschule Schüttaustraße - Woschitz Group

Zubau Volksschule Schüttaustraße

Die bestehende Volkschule in der Schüttaustraße wurde um fünf Klassen, sowie eine Freizeitklasse und einen Gymnastiksaal mit den erforderlichen Nebenräumen erweitert. In einer vorausgegangenen Machbarkeitsstudie wurde empfohlen, Obergeschosse über den bestehenden Turnsaal zu errichten. Dies dient der Erreichung der notwendigen Raumkapazitäten. Das Gesamtkonzept des Zubaus stand im Spannungsfeld zwischen Kosten, Begrenzung der vorgegebenen Bauhöhe und dem Platzbedarf. Die Umsetzung erfolgte durch ein ökonomisches Tragsystem aus Pfeilern, Stützen und Balken.

In der Umsetzung des Baus wurden durch funktionale Weiterentwicklungen erhebliche Verbesserungen für die effektive Nutzbarkeit erreicht. Der Zubau ist barrierefrei vom Hauptgebäude aus erreichbar und bildet einen architektonischen Blickfang. Die funktionale Gestaltung der Anbindung des Lehrerbereiches und der ideal proportionierten Pausenbereiche der Schüler erlauben neben des großzügigen barrierefreien Zugangsbereiches die Raumeffizienz. Eine architektonisch gestaltete Spange zwischen dem Bestandsgebäude und dem Zubau bildet eine Zugangs-. Verweil- und Erschließungszone.

Die Innovationen forderten besonders bei der Überbauung des Turnsaals die Zusammenarbeit unterschiedlicher Unternehmen. Um die Spannweite von 22,9 m über dem bestehenden Turnsaal zu überbrücken, leisteten RWT plus ZT GmbH, Woschitz Engineering ZT GmbH und Franz Oberndorfer GmbH & Co KG in Zusammenarbeit Außergewöhnliches. Sie entwickelten einen vorgespannten Spannbetonträger mit einem Gesamtgewicht von 37,6 t. Dieser wurde mittels eines 800 t Krans der Felbermayr Transport- und Hebetechnik GmbH & Co KG verhoben. Die Mitarbeiter der Handler Bau GmbH, welche als Generalunternehmer des Projektes ist, positionierten und montierten diesen Träger fachgerecht.

Derartige Träger werden vordringlich im Brückenbau eingesetzt und nur die große Erfahrung und das breite Leistungsspektrum der Unternehmen der Woschitz Group ermöglichte diese vorteilhafte Materialkombination in einer solch innovativen Ausführung in Zusammenarbeit mit den Architekten und der Bauherrin. Besonders hervorzuheben ist dabei, dass das Fachwissen des RWT plus ZT GmbH Büros in Feldkirchen aus dem Fachbereich Brückenbau für die effiziente Umsetzung genutzt werden konnte.

Die architektonische Innovation an diesem Gebäude ist der außenliegende Aufbau der Stiegen, welcher auch die Nutzung als Fluchtstiegen erlaubt. Im natürlich entstehenden Schacht zwischen Bestandsgebäude und Zubau finden die Stahlstiegen ihren Platz. Die statische Verankerung auf dem Neubau und nur einer Stahlbetonscheibe lassen sie – trotz der massiven Stahlkonstruktion – filigran und elegant wirken.

Der Lift des denkmalgeschützten Stiegenhauses des Bestandsgebäudes wurde an die Außenfassade verlegt und ist im dritten Obergeschoss durch eine Stahl-Glas-Umwehrung umbaut. Diese und andere kleinere bauliche Maßnahmen am Bestandsgebäude haben dieses auch barrierefrei gemacht und es dabei aus der Sicht des Denkmalschutzes unberührt belassen.

Die Gestaltung der Fassade ist durch die Auswahl von Materialien und Gestaltungselementen dominiert. Es standen die architektonische Beurteilung sowie die Wirkung des Alt- und Neubaus im Vordergrund. Die Innenseiten der Fassade wurde dabei mit feinem Putz gemacht, während die Außenseite der Fassade durch rauen Putz gekennzeichnet ist.

Die Bauherrin des Projektes war die Stadt Wien – Magistratsabteilung 56, welche durch die WIP – Wiener Infrastruktur Projekt GmbH vertreten wurde. Für die Architektur zeichnet sich das Architekturbüro MAGK Aichholzer Klein ZT OG verantwortlich. Die Woschitz Engineering war für die Tragwerksplanung und Baubetreuung gemäß Bauarbeitenkoordinationsgesetz verantwortlich. Die RWT plus war mit der Tragwerksplanung und der Bauphysik beteiligt. Die Woschitz Engineering ZT GmbH und die RWT plus ZT GmbH, sind beide ein Mitglied der Woschitz Group.

Fotos © C. Woschitz

Information zu Projekt:

Ort
Schüttaustraße 42, 1220 Wien
Auftraggeber
Magistrat 56 der Stadt Wien
Bauherr
WIP Wiener Infrastruktur Projekt GmbH
Generalunternehmer
Handler Bau GmbH
Architektur
g.o.y.a. ZT Ges.m.b.H.
Zeitraum
2017 - 2018
Leistungen
Baubetreuung, Tragwerksplanung, Bauphysik

Umgesetzt mit:

  • RWT Plus
  • Woschitz Engineering