Haus Penzing Wien - Woschitz Group

Generalsanierung des Pensionistenwohnhauses

Haus Penzing Wien
45 Jahre lang leistete das Pensionistenwohnhaus in Wien Penzing gute Dienste. Ein großer, begrünter Freibereich sowie die gut erreichbare Lage im Stadtteil Breitensee zeichneten das im Jahre 1975 fertig gestellte Hochhaus aus. Nach mehreren kleineren Zu- und Umbauten und Sanierungen wurde schließlich 2016 vom Kuratorium Wiener Pensionistenwohnhäuser (KWP) eine umfassende Generalsanierung eingeleitet und ein EU-weiter Wettbewerb ausgelobt. Der Stahlbetonbau sollte sowohl innen als auch außen komplett neu konzipiert werden und nach der Sanierung den neuesten Standards entsprechen. Neben der thermischen Sanierung stand eine wirtschaftliche Umsetzung des aktuellen Raum- und Funktionsbedarfs des KWP im Vordergrund. Im Gegensatz zur Errichtung eines Neubaus sollten die Möglichkeiten einer ressourcenschonenden, kostensparenden Adaptierung des Bestandes ausgeschöpft werden.

Der Bestand
Das Haus Penzing besteht grundsätzlich aus drei Bauteilen: dem Hochhaus, dem Flachbau und einem Verbindungsbauwerk. Das Hochhaus enthält Wohneinheiten, welche jeweils über alle Geschoße einen Versatz bilden – ein unverkennbares Stilelement der 70er Jahre. Der anschließende Flachbau umfasst öffentliche Bereiche: Pflegebereich und Speisesaal. Diverse Zu- und Umbauten aus unterschiedlichen Jahrzehnten und niedrige Raumhöhen erforderten einen großzügigen Blick auf den Bestand, um diesen in ein modernes, helles und offenes Haus zu verwandeln.

Konstruktion, Technik und Material
Für die Generalsanierung des Hauses war eine ausführliche Bauteiluntersuchung notwendig. Der Bestand erwies sich dabei als Mischbauweise – zum Einsatz kamen Stahlbeton, Ziegel und Stampfbeton sowie Aluminium und Eternitplatten als Fassadenverkleidung. Nach der Sanierung erscheint das Haus in völlig neuer Materialität und Farbigkeit. Die technische Gebäudeausrüstung wurde komplett erneuert – das Haus entspricht nun dem Passivhausstandard. Sämtliche Räume verfügen über eine kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnungsanlage. Ein Bussystem überwacht das Raumklima. Die Fassaden wurden mit einem Vollwärmeschutz versehen und die Fenster erneuert und neu dimensioniert. Die Offnungsflügel der Holz-Alu Konstruktionen sind teilweise als Blindelemente ausgeführt, eine gleichfarbige Aluminium- Verkleidung setzt dezente Akzente an der Fassade.

Der Bauherr des Projektes war KWP – Kuratorium Wiener Pensionistenwohnhäuser. Die Generalplanung führte die ARGE Penzing und Karl und Bremhorst Architekten ZT GmbH durch. Für die Architektur waren ebenfalls die Architekten von Karl und Bremhorst Architekten ZT GmbH verantwortlich. Die RWT plus ZT GmbH setzte die Tragwerksplanung sowie die Bauphysik um. Sie ist ein Mitglied der Woschitz Group.

 

Fotos © C. Woschitz

Text ©  Karl und Bremhorst Architekten ZT GmbH

 

Information zu Projekt:

Ort
Dreyhausenstraße 29, 1140 Wien
Bauherr
KWP - Kuratorium Wiener Pensionistenwohnhäuser
Generalplanung
ARGE Penzing und Karl und Bremhorst Architekten ZT GmbH
Architektur
Karl und Bremhorst Architekten ZT GmbH
Zeitraum
2016 - 2019
Leistungen
Bauphysik, Tragwerksplanung

Umgesetzt mit:

  • RWT Plus