Cluster Testbase - Woschitz Group

Cluster Testbase

Bestandsgebäude

Das Bestandsobjekt wurde durch einen neuen Dachgeschoßausbau erweitert. Die Konstruktion besteht aus einer Stahl-/Holzkonstruktion. Der Einsatz von vorgefertigten Holzelementen wirkte sich positiv auf die Bauzeit aus und durch die Verwendung des Werkstoffes Holz wurde zusätzlich ein hohes Maß an Nachhaltigkeit erzielt. Durch den Einsatz einer Stahl-/Holzkonstruktion wurden im Vergleich zu einem massiven Ausbau erforderliche Verstärkungsmaßnahmen an der bestehenden Tragstruktur und Fundierung auf ein Minimum reduziert. Die Stahlrahmen der Haupttragstruktur nehmen den Raster des Bestandes auf und lagern auf der Außen- und der tragenden Mittelmauer. Die Horizontallasten werden im Bereich der vorhandenen tragenden Querwände eingeleitet. Die horizontale Aussteifung des Dachgeschoßausbaues erfolgt durch eine entsprechende Ausbildung der Deckenkonstruktionen als scheibenartige Tragelemente aus Brettsperrholzplatten.

Neubau

Die Neubauobjekte wurden in Stahlbetonbauweise konzipiert. Der Stahlbetonbaukörper besteht aus Flachdecken mit aussteifenden Stiegen- und Aufzugskernen. Die Punktstützungen der Flachdecken im Gebäudeinneren liegen im Bereich der Haustechnikschächte, wodurch sich wirtschaftliche Deckenspannweiten werden konnten. Die Außenfassade wurde als Lochfensterfassade in Stahlbetonbauweise konzipiert. Durch die tragende Ausbildung der Parapete und der Fensterstürze entsteht in Kombination mit den Wandpfeilern ein scheibenartiges Tragelement, mit dem auch die Bereiche der Durchfahrten statisch gelöst werden wurden. Durch diese Konstruktion ist eine größtmögliche Flexibilität bei der Raumaufteilung gegeben.

Um eine bestmögliche Beschickung der einzelnen Prüfstellen bzw. die Anlieferung zur Brandhalle und eine entsprechende Feuerwehrzufahrt zu ermöglichen, sind die Neubauten an den Nord / West-Enden aufgeständert. In diesen Bereichen gibt es zwischen der Unterfahrt und der Überbauung eine Abfangkonstruktion (Abfangplatte oder Trägerrost). Über diese Konstruktion erfolgt der Lasttransfer von den punktgestützten Obergeschossen (Flachdecken mit regelmäßigen Stützenraster) auf die V-förmigen Stützen bzw. auf die tragenden Wände des Erdgeschosses.

Fundierungskonzept

Aufgrund der Baugrundverhältnisse wurden die Neubauobjekte über eine Tieffundierung aus Bohrpfählen gegründet. Die Bohrpfähle haben neben der erschütterungsreduzierten Herstellung noch den Vorteil, dass sie für die Ausführung von Geothermieanlagen genutzt werden können.

Die Lasten aus den Gebäuden werden über Pfahlroste in die Bohrpfähle eingeleitet. Die Positionierung der Bohrpfähle erfolgte in Abstimmung mit den darüber liegenden Stützenstellungen. Die Bodenplatte spannt sich frei zwischen den Pfahlrosten.

Bauphysik

Um die Baukörper der Testbase energieeffizient zu gestalten wurde die thermische Gebäudehülle von Bestand in einem Optimierungsprozess verbessert und jene der neuen Baukörper dem Stand der Technik entsprechend errichtet. In diesem Prozess wurde die thermische Qualität sowie transparenter Bauteile so aufeinander abgestimmt, dass Energiekosten und Baukosten im optimalen Verhältnis zueinanderstehen. Das Resultat ist eine energie- und kosteneffiziente Gebäudehülle. Hierbei wird bei allen Baukörpern mindestens der Niedrigenergiehausstandard erreicht.

Der Leistungsanteil von RWT war der Konstruktionsentwurf, der statisch konstruktiver & bauphysikalischer Leistungsanteil Einreichung, die Mitwirkung von Ausschreibungsunterlagen, Ausführungsplanung von Massivbau und Bauphysik, die Führungsplanung Stahl- und Holzbau sowie die Detailstatik Stahlbau.

Dieses Projekt wurde von der Firma RWT plus umgesetzt. Sie ist Mitglied der WOSCHITZ GROUP ist.

Fotos © C. Woschitz

Information zu Projekt:

Ort
Rinnböckstraße 13-15, 1110 Wien
Bauherr
MA 39
Auftraggeber
kub a / Karl und Bremhorst Architekten
Architektur
kub a / Karl und Bremhorst Architekten
Zeitraum
2012-2018
Leistungen
Bauphysik, Tragwerksplanung

Umgesetzt mit:

  • RWT Plus
  • Woschitz Engineering