ReUse Projekt – Windradflügel werden zu einer Radfahr-Brücke - Woschitz Group

ReUse Projekt – Windradflügel werden zu einer Radfahr-Brücke

ReUse Projekt – Windradflügel werden zu einer Radfahr-Brücke

Im Frühjahr 2020 startete das Innovationsteam der Energie Burgenland eine österreichweite Ideen-Challenge zum Thema Re-Use.

Konkret wurden Privatpersonen genauso wie Unternehmen aufgerufen, kreative, innovative Ideen und Konzepte zu entwickeln, die dazu beitragen, dass demontierte Windradflügel möglichst nachhaltig und im Sinne der Kreislaufwirtschaft wiederverwendet werden können.

Zahlreiche Konzepte und Skizzen erreichten die Energie Burgenland, die vielversprechendsten Konzepte wurden im Sommer 2020 von einer Experten-Jury prämiert.

Darunter auch eine Projekteinreichung in einer besonderen Dimension:

Die „Woschitz Group“ – ein Dienstleistungs-Unternehmen im Bauwesen, mit Sitz in Burgenland, Niederösterreich, Kärnten und Wien, konzipierte eine Brücke, deren Trägerkonstruktion mehrheitlich aus zwei kompletten Windradflügeln bestehen sollte.

Nach einigen Gesprächen mit Experten der Woschitz Group und Energie Burgenland, entschied man sich nach einigen Machbarkeitsanalysen dafür, gemeinsam außerordentliche Pionierarbeit zu leisten und dem Konzept auch Leben einzuhauchen und Ziel ist es eine Brücke im Burgenland zu realisieren aus diesem Grund werden die zurzeit abgebauten Windradflügeln bis zur Wiederverwendung zwischengelagert.

Über die Belastbarkeit des Materials müssen sich die Passanten keine Sorgen machen: Die Rotorblätter bestehen aus einem extrem robusten GFK-CFK Verbund-Material, das alle einwirkenden Belastungen sicher aufnehmen und ableiten kann. Als wichtiger Teil des gesamten Entwicklungsprozesses werden auch Belastungstests von eine akkreditierten Prüfanstalt durchgeführt, um die normativen statischen Anforderungen mit Prüfergebnissen zu bestätigen.

Bei herkömmlichen Brückenbauwerken werden die Randträger nach der normativen Belastung dimensioniert, bei diesem Vorhaben ist der Randträger bereits als Windradflügel vorhanden. Deshalb wird dieser mittels Versuches auf das 2,5-fache der Normbelastung geprüft. Diese Last geht von 5 Personen pro m² aus. Bei der 2,5-fachen Steigerung könnte die Brücke mit mehr als 1000 Personen belastet werden, somit kann die Sicherheit der Radbrücke gewährleistet werden.

Ein wichtiger und wesentlicher treibender Aspekt liegt jedoch in dem ReUse Gedanken. Herkömmliche Konstruktionen müssen aus neuen Materialien hergestellt werden, sei es Stahl, Beton oder Holz. Nützten wir bereits produzierte Baustoffe wie einen Windradflügel, können wir den Kreislauf um einen weiteren Lebenszyklus verlängern. Somit wird Co2 doppelt gespart, und zwar bei der Produktion der Brücke und beim Wiederverwenden des Windradflügels. Ein bereits eingereichtes Forschungsprojekt bei der FFG sollte das Bauvorhaben wissenschaftlich Begleiten, weiters wird im Zuge des Forschungsprojektes ein Mockup von der Firma Handler Bau errichtet. Dieses Mockup sollte den Fertigungsprozess sowie die Herstellung der Brücke demonstrieren.

In der Woche vom 4. August werden die abmontieren Rotorblätter vor Ort in Parndorf auf das Maß gebracht und umgehend mit einem Sondertransport ins Südburgenland nach Oberwart gebracht.

Bis zur Realisierung einer Brücke werden die Rotorblätter in Oberwart, am Gelände des Bauhofes zwischengelagert.

 

Rendering, Text © Woschitz Group