Besichtigung des HoHo Wien mit dem Club für Handelsräte - Woschitz Group

Besichtigung des HoHo Wien mit dem Club für Handelsräte

Das Holz Hochhaus überragt die Höhe aller früher gebauten Hochhäuser aus Holz

„Am 12. April 2018 besuchte der Club für Handelsräte eine der innovativsten Holzbauten, das HoHo in der Seestadt Aspern. Das HoHo gehört zu den bemerkenswertesten Gebäuden in diesem neuen Geschäfts- und Wohngebiet im 22. Wiener Gemeindebezirk. Herr DI Christoph Bauer von der Woschitz Group GmbH, Bauingenieur, und Herr BM Peter Gamperl von der cetus Baudevelopment GmbH, Kerbler Group, präsentierten die Baustelle und führten uns in die oberen Stockwerke des im Bau befindlichen Gebäudes.

Zwei Visionen Holzbau und die Idee, ein unkonventionelles Gebäude zu schaffen – waren der Ausgangspunkt für die Entwicklung und Kreation des HoHo Wien. Die oft untersuchte, aber nie umgesetzte Idee, einen „Holzturm“ zu bauen, wird nun in der österreichischen Hauptstadt umgesetzt und übertrifft die Höhe aller bisher errichteten Hochhäuser aus Holz.

„Holz neu denken“ lautet das Motto der Kerbler Group um Investor Günter Kerbler und Projektentwicklerin Caroline Palfy. In der Entwicklungsphase hatten alle Beteiligten ein Ziel vor Augen, nämlich zu zeigen, was mit Holz möglich ist und HoHo Wien als Vorzeigeprojekt für den Holzbau zu etablieren.

19.500 Quadratmeter ist die Größe der Mietfläche in der Wiener Seestadt Aspern, auf der bis 2018 das 84 Meter hohe Holz-Hybrid-Hochhaus entstehen soll. Günter Kerbler investiert rund 60 Millionen Euro in dieses Vorzeigeprojekt. Die Verwendung von Holz für den Bau von mehr als achtzig Metern ist eine Herausforderung für das Bauwesen und erfordert eine sehr genaue Planung. Hochhäuser aus Holz gibt es kaum. Das HoHo Wien ist ein Pioniergebäude, das hofft, ein Vorbild zu sein, dem viele andere auf der Welt nacheifern werden. Holz ist gemütlich, atmosphärisch und ein natürlicher Baustoff, der viele Vorteile mit sich bringt: Während Holz selbst ein geringes Gewicht hat, ist es enorm belastbar, gleichzeitig stabil und elastisch, bietet vielseitige Nutzungsmöglichkeiten, kommt dem Raumklima zugute, kann große Mengen an Feuchtigkeit aufnehmen und wieder in die Umwelt abgeben. Nur ein Beispiel: Ein vier Zentimeter langer Tannenholzwürfel kann vier Tonnen Gewicht tragen. Dies macht Holz stärker als Beton.

Wenn man das HoHo Wien von außen betrachtet, erinnert man sich ein wenig an riesige Holzblöcke mit einer an Baumrinde erinnernden Fassade. Das HoHo Wien sieht nicht nur schick aus und versprüht einen natürlichen Charme, sondern zeigt auch gestalterische Freiheit bei der Raumnutzung: Das modulare Büroformat erlaubt spätere individuelle Änderungen, die jederzeit ohne großen Aufwand durchgeführt werden können.

Das HoHo Wien als Showcase-Projekt für den Hybridbau

Die Einfachheit des Konstruktionssystems, das bei der Herstellung von HoHo Wien verwendet wird, und die Art und Weise, wie es verschiedene Baumaterialien kombiniert, machen seine Anziehungskraft aus, wobei Holz immer im Vordergrund steht. Das System, das bewusst einfach gehalten wird, stapelt vier vorgefertigte, serielle Bauelemente: Stützen, Unterzüge, Deckenplatten und Fassadenelemente. Die Holzverbundböden sind an den tragenden Kernstrukturen des Gebäudes befestigt und reichen bis zur Fassade. Die Serienelemente der Holzverbundkonstruktionen werden von Holzstützen in der äußeren Fassadenschicht getragen. Die Säulen wiederum bilden mit den ebenfalls vorgefertigten Außenwandelementen aus Massivholz und der „erdigen“ Mineral-Sandwich-Schalenstruktur, die die Gebäudefassade bildet, ein gemeinsames Befestigungselement.“

© Text Club für Handelsräte

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