Woschitz Group

Lisztzentrum Raiding

Der symmetrische Baukörper mit den Abmessungen 37,5 mal 30,5 Meter wurde in reiner Massivbauweise ausgeführt. Der zentral gelegene Konzertsaal mit den Abmessungen 27,5 mal 17,6 Meter ist das Herzstück des Gebäudes und ragt mit einer Gesamthöhe von 12,6 Metern über den unteren Betonkubus empor. Als Deckensysteme wurden Element-, Ortbeton- und eine Hohldielendecke über dem Konzertsaal eingesetzt, welche eine Spannweite von 18 Metern aufweist und unter anderem auch die akustische Holzverkleidung im Saal trägt.

Auf die Transparenz des Gebäudes und den Einbezug des umliegenden Parks wurde bereits in der Planung großer Wert gelegt, daher wurden Fensterscheiben aus Acryl eingesetzt, die eine Größe von 17,8 bzw. 13,7 mal 3,8 Metern aufweisen und damit die größten Fenster Österreichs im Hochbau, wenn nicht sogar europaweit, sind. Durch die Ausbildung der Außenwände als Betonscheiben wurden auf die Gesamtlänge von 25,6 Metern nur zwei Stahlsteher benötigt, die einerseits für die Montage der Acrylfenster verwendet wurden und andererseits für den Anschlag der beiden Türen bzw. Tore dienen.

Ein besonderes Highlight ist das neue Fassadensystem „Flexiskin“, das beim Franz Liszt Konzertsaal erstmals zur Anwendung kam und mit dem ersten Platz des Burgenländischen Innovationspreis 2006 ausgezeichnet wurde.

Die Woschitz Engineering ZT GmbH, ein Unternehmen der Woschitz group, zeichnete für die örtliche Bauaufsicht, BauKG, den Entwicklungsbeitrag zum Fassadensystem „Flexiskin“ und die Tragwerksplanung verantwortlich.

Fotos © Ulrich Schwarz, Berlin

Information zu Projekt:

Ort
Raiding
Bauherr
Verein Franz-Liszt-Gesellschaft Burgenland
Architektur
Atelier Kempe Thill, Rotterdam, NL
Zeitraum
2005-2006
Leistung
Tragwerksplanung, örtliche Bauaufsicht, Baustellenkoordination, Entwicklungsbeitrag zum Fassadensystem „Flexiskin“

Umgesetzt mit:

  • Woschitz Engineering